Korrespondenz mit Pfarrer Mörtter

Mit Gottes Segen gegen Israel
in der Kölner Lutherkirche 



Von: Michel Rodzynek <mrodzynek@mac.com>
Betreff: Aw: Im Namen der Familie von Aviv Levi
Datum: 3. November 2018 um 12:48:52 MEZ
An: Hans Mörtter <moertter@kirche-koeln.de>

Herr Pfarrer!

Hass und vernichtende Verurteilung gegenüber dem Judentum ist ja bekanntlich ein „heiliges Evangelium” der Lutherischen Kirche.Da nimmt meine Post an Sie auf der Skala des menschlichen Unrechts vergleichsweise eine absolut harmlose Position ein. Abgesehen davon bin ich im Gegensatz zu Ihnen kein berufener Prediger, der sein Religionsamt für politische Agitation missbraucht. 

Ihre Argumentation ist lächerlich! Eine Handvoll (angeblich) jüdischer „Freunde” ist nun wahrhaftig kein Alibi für die Leugnung Ihrer Einstellung gegenüber Menschen meiner Nationalität.Antisemiten sind überwiegend auch jämmerliche Feiglinge, weil sie in der Regel ihren Judenhass hinter idiotischen Schutzbehauptungen zu entkräften versuchen.Die zitierten Freunde, die in Realität für diese Bezeichnung oft ungefragt herhalten müssen, sind dabei ein häufig verwendetes Beispiel.

Sie persönlich sind nur ein erbärmliches Kleinlicht, dessen Wahrnehmung durch die von Ihren Arbeitgebern tolerierte Entfremdung Ihres öffentlichen Amtes erfolgt.Sie nutzen die religiöse Anziehungskraft einer evangelischen Gemeinde für billigste Politpropaganda gegen den Staat Israel aus, dessen Entstehung letztendlich auch eine Folge des durch Ihre Landsleute begangenen Völkermords ist.

Als Privatperson hätten Sie wohl lediglich den öffentlichen Aufmerksamkeitswert eines gezüchteten Schlachtschweins.So gesehen sind Sie nur das ekelige Symptom einer hintergründig sehr ernsten Ursache.

Skandalös: Während die Bundesregierung mit Dr. Felix Klein im Mai 2018 einen offiziellen beauftragten für Jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus beruft, toleriert (!) die evangelische Kirche in Deutschland Wort- und tatenlos Ihre Schmutzkampagne gegen die jüdische Nation. Ist das der neuzeitliche Beitrag zur Völkerverständigung im deutschen Christentum?
Können Sie mir folgen oder begrenzt sich Ihr geistiges Niveau auf die Dialoge mit Ihren finanziellen Sponsoren im Kölner Rotlichtmilieu? Die Frage berechtigt sich allein schon durch Ihre nächtliche Mailpost, in der Sie den Abdallah Frangi als jüdischen Freund anführen.

Das dokumentiert mir Ihren schwer gestörten Realität Sinn; besagter Palästinenser war ein höchst aktiver Kampfgefährte von Yassir Arafat in der Epoche, als die Fatah noch eine blutrünstige Terrororganisation war.

Kopien der kompletten Mailpost gehen zeitgleich an die Verantwortlichen der Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und an das Bundesministerium für Inneres.

Mit der Ihnen gebotenen Hochachtung.

Michel Rodzynek

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Von: Hans Mörtter <moertter@kirche-koeln.de>
Betreff: AW: Im Namen der Familie von Aviv Levi
Datum: 3. November 2018 um 02:05:43 MEZ
An: 'Michel Rodzynek' <mrodzynek@mac.com>

Lieber Herr Michel Rodzynek,

so viel Hass und vernichtende Verurteilung erlebe ich bisher nur von faschistischer Seite, was in der Bedrohung nicht ohne ist. Ich bin geschockt, dass Sie sich da anschließen. An der Lutherkirche halte ich sehr bewusst den jüdischen Glauben sehr hoch.Was mir unterstellt wird, inklusive angeblicher Zitate, die ich nicht gemacht habe, ist unglaublich.Auf den Rufmord mir gegenüber auf fb reagiere ich nicht, weil das einfach unterirdisch ist.
Es tut sehr weh!!!!
Übrigens verurteile ich die Hamas und mache das auch deutlich. Dummerweise gehören kritische Juden wie Dani Karavan und Avi Primor zu meinen Freunden. Und ebenso Abdallah Frangi.
Sie haben gelernt und sind zu Brückenbauern einer Friedens-Vision geworden. Aber die sind in Ihren Augen wahrscheinlich auch hasserfüllte Verräter.
Lesen Sie bitte die alten wunderbaren mutigen Propheten Jesaja und Jeremia, die mir sehr am Herzen liegen. Sie sind in Ihren Augen wohl auch hasserfüllte Verräter. Aber sehr aktuell!

Mit traurigen Grüßen, Hans Mörtter

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Von: Michel Rodzynek <mrodzynek@mac.com>
Betreff: Im Namen der Familie von Aviv Levi
Datum: 22. Oktober 2018 um 05:26:35 MESZ
An: moertter@kirche-koeln.de 

Herr Pfarrer

Kennen Sie die Familie von Aviv Levi aus Petah Tikva; einer kleinen Vorstadt von Tel Aviv?Der Name wird Ihnen wahrscheinlich wenig sagen, obgleich auch Sie persönlich (!) als christlicher Gottesdiener indirekt am Tod des 20-jährigen Soldaten verantwortlich sind. Heimtückisch am 21. Juli 2018 von einem palästinensischen Scharfschützen an der Grenze zwischen Israel und Gaza aus dem fernen Hinterhalt erschossen.Sein feiger Mörder ist Mitglied der Hamas; eine blutrünstige Terrororganisation, die den jüdischen Staat auslöschen möchte.

Zu ihren ideologischen Kampfgefährten zählt auch Ihre lutherische Gemeinde in Köln, die unter dem Schirmmantel ihrer „heiligen Mission” gegen den Staat Israel hetzt und somit auch solche Angriffe moralisch legitimiert.

Ich werde der Familie Levi aus Petah Tikva einen Besuch im heutigen Deutschland empfehlen, dessen Geistliche quasi einen Hebammendienst bei der Wiedergeburt von Antisemitismus leisten.
Dabei sollten seine trauernden Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten sowie Lebensgefährtin auch dem Mann in die hasserfüllten Augen blicken, der in (s)einem Kölner Gotteshaus am Martin-Luther-Platz (die Adresse ist Programm!) seinen Judenhass unter dem Deckmantel politischer Kritik an Israel predigt. Nein, Sie selbst haben natürlich nicht Ihre „sauberen” Finger am Abzug gehabt, aber als geistig indirekte „Brüder” von Terroristen haben Sie seine Auftraggeber ermutigt, das Leben von Aviv Levi auszulöschen.

So wie große Teile der evangelischen und katholischen Kirche den millionenfach Völkermord von Hitler-Deutschland an uns Juden wort- und tatenlos zugelassen und teilweise sogar aktiv unterstützt haben.

Staff Sergeant Aviv Levi ist übrigens einer von nahezu 30.000 Männern, Frauen und Kindern, die seit Staatsgründung Israels 1948 in (sechs) Kriegen oder besonders auch durch heimtückische Mordanschläge Ihrer „Verbündeten” ihr Leben verloren.

Sie sagten kürzlich: Der Holocaust halte Sie angeblich davon ab, sich öffentlich gegen Israel zu positionieren. Was für eine beschämende Begründung durch einen germanischen Pfarrer, dessen christliches Amt ihn ebenso wenig davon abhielt, sich Anfang 2016 einen Spendenscheck über 8.500 Euro von pr-geilen Bordell-Betreibern in die Tasche zu stecken, dessen finanzielle Deckung maßgeblich durch Ausbeutung der dienstleistenden Damen erfolgt. Dafür sollen Sie ja von Ihren moralischen Dienstherren heftig kritisiert und zur Rückgabe der peinlichen Zuwendung gezwungen worden sein.

Nun ja, die lutherische Kirchenwelt hält sich eben an ihre moralisch traditionellen Grundwerte. Danach sind antisemitisch anmutende Predigen gegen Israel nicht so schlimm wie persönliche Einladungen in die „belle Etage” eines Edelpuffs, um mit den großzügigen „Sex-Managern” über die schönen Dinge des Lebens zu plaudern. Das unterscheidet Sie auch von katholischen Amtsträgern. Da hätten wohl einige Herrn eine Limonade im Kinderheim statt Champus im Bordell bevorzugt.

Vielleicht
haben wir demnächst Gelegenheit, das Thema persönlich zu vertiefen. Sie haben ja gute Chancen, in das Touristenprogramm israelischer Reiseveranstalter aufgenommen zu werden.
Keine
Frage, Sie sind absolut eine Reise nach Köln wert.

Übrigens: Wie kommt es, dass der sonst so redselige Pfarrer noch keine Worte gefunden hat, auf mein Mail vom 14. Oktober zu antworten?
Haben
Hochwürden zwar großen Judenhass im Kopf aber nur kleine „Eier in der Hose”?

Michel Rodzynek

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Von: Michel Rodzynek <mrodzynek@mac.com> 
Betreff: Ein offenes Wort an Hans Mörtter, Pfarrer der Lutherkirche Köln
Datum: 14. Oktober 2018 um 15:32:39 MESZ
An: moertter@kirche-koeln.de Blindkopie:

Herr Pfarrer!

Der angesehene Rabbiner Jonathan Henry Sacks brachte es im House of Lords (Oberhaus des britischen Parlaments) am 13. September 2018 in einer Debatte über Antisemitismus auf den Punkt.
Die pauschale Ablehnung des Judentums ist vor allem ein europäisches Phänomen der vergangenen 2500 Jahre. Sie basiert auf Verleumdung, Diskriminierung und Unterdrückung und kann sich auf Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung bis zum grausamen Genozid von etwa sechs Millionen Menschen zwischen 1939 und 1945 durch den Nationalsozialismus erweitern. Ursprünglich waren es religiöse oder rassistische Gründe; heute ist es der Staat Israel.

Fühlen Sie sich persönlich angesprochen oder verkriechen Sie sich jetzt schmollend hinter Ihrem lutherischen Kirchenaltar? Die massive Renaissance von Antisemitismus in Deutschland „verdanken” wir Juden insbesondere auch geistig vergifteten Gestalten wie Sie, die ihr teuflisches Gedankengut unter dem Talar eines sogenannten Gottesdieners verbreiten. In einem Land, das mit dem Holocaust ein einzigartiges Verbrechen seit Menschengedenken begangen hat.

Und dessen Nachkömmlinge erneut ihren genetisch übertragenen Hass auf Juden sogar öffentlich in einem Gebetsraum einer christlichen Gemeinde kommunizieren. Weil, so die ebenso fadenscheinige wie haltlose Legitimation, die bösen Israelis Schuld am Leid der Palästinenser sein sollen. So einfach geht Geschichte bei Ihnen; nur vorder- und ja nicht hintergründig; und immer wieder auf das elende Judentum, das ja – vielverbreitete Klage im christlichen Religionsunterricht – das arme Jesulein ans Kreuz genagelt hat.
In Israel und auch unter großen Jüdischen Gemeinschaften in aller Welt wird viel über diesen neuen Antisemitismus in Deutschland gerätselt. Für viele Menschen ist er einfach unvorstellbar und läßt sich nur selten auf seine Boten personifizieren.

So gesehen bin ich Ihnen dankbar.
Ich werde Sie und Ihr „Gotteshaus” nämlich publizistisch als Referenzanschrift für jüdische Besucher der Stadt Köln angeben, die gern einmal einem echten NeuzeitAntisemiten begegnen möchten. Ein echter Pfarrer als bekennender Israel-Gegner, wo doch die meisten Antisemiten ihre antijüdischen Hassparolen anonym aus dem Untergrund verbreiten. So wie die feigen Hinterhalt-Raketen auf israelische Zivilisten; augenscheinlich mit dem göttlichen Segen Ihrer propagandistischen Gemeinde.
Vielleicht machen ja einige meiner Glaubensbrüder demnächst einen Abstecher an den Martin-Lutherplatz; so wie amüsierte Zoobesucher vor dem Affenkäfig.
Oder hegen Sie etwa den lächerlichen Anspruch, mit Ihrem armseligen Gequatsche auch noch ernst genommen werden zu wollen.

Übrigens: Auch wenn sich 2018 die Anfänge der nationalsozialistischen Epoche zu wiederholen scheinen; Verlauf und Augang würden diesmal ganz anders sein. Die meisten Juden von heute laufen nämlich nicht mehr ängstlich weg, sondern entschlossen hinter ihren Feinden her. Weil wir erheblich mehr Herkunftsstolz als Sie Anstand und Moral haben. Ein Grund mehr für den verbreiteten Neid auf Juden.

Mit hoch-verachtungsvollen Empfehlungen

Michel Rodzynek



© Michel Rodzynek 2020